Freitag, 7. Oktober 2011

Widersprüche I

Wie viel Widerspruch kann eine Person in sich vereinen? Was ist noch verträglich? Und vor allem... ist es vielleicht sogar notwendig um überhaupt zu existieren?

Es gab mal wieder einen Denkanstoß und ich stand vor der Frage welche Eigenschaften meiner Persönlichkeit, subjektiv gesehen, besonders ausgeprägt sind. Positiv wie negativ. Der Gegensatz liegt bereits in der Frage.
Kann ich als eine Person besonders gut und besonders böse sein? 


Ich sage ja, allerdings in Phasen, die nicht gleichzeitig in den Vordergrund treten.. Aus der Abwechslung dieser Phasen entstehen Erkenntnisse, durch die sich unsere Persönlichkeit entwickelt.*

Nun habe ich von Kind an gelernt, dass nur das Gute erstrebenswert ist. Die eben dargestellte Erkenntnis würde aber bedeuten, dass ich mir um das Böse in mir eigentlich keine großen Gedanken zu machen brauche. Es ist da und das ist in Ordnung. Denn letztendlich ist die Bedeutung von Gut und Böse eine rein menschliche Erzeugung. Im Universum gehört die Zerstörung genauso dazu wie die Entstehung. Ganz wertfrei... es ist einfach so.


* Literaturempfehlung: Hermann Hesse, Demian (könnte es auch mal wieder lesen, ist schon 'ne ganze Weile her)

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